Darf's auch ein Verteiler sein?
Der Verteiler ist die Kontrollstation des Solekreislaufs
Als Option nicht nur für größere Sondenanlagen bieten gute Bohrunternehmen die Anbindung der Sonden über eine aus Kunststoff gefertigte Verteiler-/Sammlereinheit an. Der Hauptvorteil dieser Verteiler gegenüber dem Tichelmann-Verfahren besteht in der günstigeren Durchströmung der Sondenkreisläufe und den weitaus geringeren Leistungsanforderungen an die Umwälzpumpe.
Meistens werden größere Verteiler in einem gemauerten Schacht im Außenbereich untergebracht. Um stehendes Wasser im Innenraum zu verhindern, sollte der Schacht drainiert sein. Außenschächte verschwinden natürlich im Erdreich.
Im Außenbereich wird der Verteiler in einem Schacht mit regen- und spritzwasserdichtem Deckel installiert. Es gibt hier industriell vorgefertigte und individuell abgestimmte gemauerte Lösungen. Auch die Verwendung eines abgedeckten Kellerschachtes ist möglich. Bei kleineren Anlagen wird der Verteiler, wenn der Durchmesser der Kernbohrungen kein Problem darstellt, sogar im Technikraum des Gebäudes untergebracht.
Der Soleverteiler kann auch im Technikraum des Gebäudes platziert werden. Das bedingt aber Kernbohrungen mit 100 - 200 mm Ø.
Im Idealfall ist der Soleverteiler so ausgelegt, dass jeder Sondenkreislauf einzeln angeschlossen werden kann. Es müssen zwar mehr Meter Verbindungsleitungen gezogen werden, aber im Falle einer Undichtigkeit fällt nicht die gesamte Doppel-U-Sonde aus. Vielmehr kann das defekte Sondenrohr gezielt ermittelt und abgesperrt werden. Bei großen Anlagen werden aber in der Regel aus Platzgründen die Kreisläufe einer Doppel-U-Sonde über Hosenstücke an den Verteiler geführt.
Am Verteiler als dem höchsten Punkt der Sondenanlage befindet sich natürlich die Entlüftungseinheit. Von hier aus kann zweckmäßigerweise auch über entsprechende Ventile die gesamte Anlage befüllt und entleert werden. Ebenso können hier hydraulische Einregulierventile ungleiches Strömungsverhalten der Sonden ausgleichen.

