Das Einbringen der Sonden

Bei fachgerechtem Einbau halten Erdwärmesonden mindestens 100 Jahre

Die geplante Bohrtiefe ist erreicht. Jetzt wird das Bohrgestänge gezogen und die Bohrung nachgemessen. Die Hilfsverrohrung bleibt bis nach der Ringraumverpressung im Boden. Der Weg ist frei zum Einbringen der Sonden.
Damit die Erwärmesonde bei Einbau in Grundwasser nicht aufschwimmt, wird sie vor dem Einbau mit Wasser gefüllt und am Fuß mit einem Spezialgewicht versehen. Am Kopfende sind die einzelnen Sondenrohre gegen Eindringen von Dreck gesichert.

"Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied."

Und das erste Glied Ihrer Erdwärmeheizung ist die Erdwärmesonde. Sie ist für ca. 75% der Energiezufuhr zuständig. Wenn sie versagt, bleibt's kalt! Deswegen muss sie folgende Eigenschaften besitzen:

  • lange Lebensdauer (mind. 100 Jahre)
  • Beständigkeit gegen Korrosion (da erdverlegt)
  • optimaler Schutz für Boden und Grundwasser
  • gute thermische Eigenschaften
  • niedriger hydraulischer Widerstand
  • Kälte- und Wärmebeständigkeit

Die Doppel-U-Sonden bestehen aus vier HD-PE-Leitungen mit 32 mm Durchmesser, von denen jeweils zwei im aufgeschweißten Sondenfuß u-förmig verbunden sind. Die Produktion des Materials erfolgt auf Basis der DIN 8074 und DIN 8075 und verwendet hochwertiges und langlebiges HD-EP-Erst-Material.
Wenn der Rohrhersteller die Richtlinien HR 3.26 des Süddeutschen Kunststoffzentrums einhält, gewährleistet er eine Betriebsdauer der Erdwärmesondenanlage von mindestens 100 Jahren.

 

Auf die Sorgfalt kommt es an

In der Regel werden die Doppel-U-Sonden bis 100 m Länge werkseitig auf die vorher berechnete Länge konfektioniert und geprüft. Sie werden an das Bohrunternehmen in Form von Rollen ausgeliefert.
Die Handhabung der Sonden und Ihr Einbau auf der Baustelle müssen mit größter Sorgfalt erfolgen. Z.B. ist ein gewaltsames Hinunterdrücken zu vermeiden, weil das zu Verformungen, Rissen und Riefenbildungen an den Sondenrohren führen kann.
Die Sondenbündel werden schonend von einer Haspel aus in die Bohrung senkrecht eingeführt, wobei ein Verfüllrohr für die anschließende Ringraumverpressung mittig zwischen den vier Sondenrohren mitgeführt wird, beginnend oberhalb des Sondenfußes.

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