Projektplanung und Vorbereitung
1. Der Architekt plant das Energiekonzept
Ihr Architekt hat schon in seiner Gebäudeplanung ein Klima- und Energiekonzept entwickelt, das einen minimierten Energieverbrauch vorsieht, erneuerbare Energien in Form von Erdwärme integriert, die Anlagenkosten reduziert und Ihnen einen optimierten Nutzerkomfort bieten wird. Zum Konzept gehört auch Ihr individueller Wärmebedarf, den er zusammen mit Ihnen ermittelt hat.
2. Der Installateur sorgt für die richtige Wärmepump
Sie werden auf der Grundlage Ihres Wärmebedarfs bei mehreren Heizungs-Fachfirmen Angebote für die Lieferung und Installation der passenden Wärmepumpe einholen. Vergewissern Sie sich, dass die Firmen Erfahrung mit Erdwärmeheizungen haben. Die Angebote sollten komplett sein und auch die benötigten Montageteile umfassen.
3. Die Machbarkeitsstudie liefert Basisdaten
Erkunden Sie die Entzugswerte Ihres Bodens mit einer geothermischen Machbarkeitsstudie. Sie liefert zusammen mit den Leistungsdaten der Wärmepumpe später dem Bohrunternehmen die Basis für die Errechnung der notwendigen Bohrmeter und Anzahl der Bohrungen. Der Preis für dieses Gutachten ist erschwinglich, und manche
Bohrunternehmen verrechnen diese Kosten.
4. Das Bohrunternehmen wird beauftragt
Sie oder Ihr Architekt beauftragen ein W 120 zertifiziertes Bohrunternehmen
5. Sie planen mit dem Bohrunternehme
Sie oder Ihr Architekt planen mit dem Bohrunternehmen, welche bauseitigen Leistungen von anderen Gewerken oder in Eigenleistung ausgeführt werden sollen. Es muss gewährleistet sein, dass bei Bohrbeginn eine Wasser-Zapfstelle (C-Standrohr), ein Stromanschluss (400 V, 32 A), ein wasserdichter Container und eine deutliche Bohrpunktmarkierung vorhanden sind.
Die Antragstellung für die Wasserrechtliche Erlaubnis wird das Bohrunternehmen für Sie erledigen, die behördliche Antwort aber bekommen Sie. Leiten Sie diese schnellstmöglich an die Bohrfirma weiter. Denn erst nach Vorliegen dieser Erlaubnis darf gebohrt werden.
Mögliche weitere kommunale Genehmigungen muss der Bauherr selber einholen.
6. Bohr- und Anschlussarbeiten
Liegen alle Genehmigungen vor und hat der Bauherr die Erbringung aller notwendigen bauseitigen Leistungen zum vereinbarten Bohrtermin zugesichert, kann mit dem Bohren begonnen werden.
Für ein Einfamilienhaus nehmen die Bohrarbeiten in der Regel ein bis zwei Tage in Anspruch, das Einbringen und Befüllen der Sonden mit Ringraumverpressung einen zusätzlichen Tag.
Ein bis zwei weitere Tage dauern die Anschlussarbeiten, wenn die Gräben für die Verbindungsleitungen und die Kernbohrungen für den Gebäudeanschluss vorhanden sind.
Nach der abschließenden Druckprüfung kann der Installateur die Wärmepumpe anschließen.

