Das Ziehen der Gräben für die Verbindungsleitungen der Sondenanlage
Mit Minibagger, Spaten und Schaufel, später ist nichts mehr davon zu sehen
Die Sonden sind niedergebracht, der Ringraum verfüllt, und das Bohrgerät kann jetzt geräumt werden. Der nächste Schritt ist jetzt das Ausheben der Gräben zur Verlegung der Verbindungsleitungen.
In den meisten Fällen ist das die Aufgabe eines Minibaggers. An kritischen Stellen, z.B. im Bereich von Leitungskreuzungen oder an den Sondenköpfen, wird das Schachten mit Spaten und Schaufel in "filigraner" Handarbeit erledigt.
Nach der Verlegung der Anschlussrohre kann der Graben wieder verschlossen werden. Die Leitungen lassen sich später ohne Einschränkungen überbauen und überfahren.
Auf die Frostfreiheit kommt es an
In der Regel sollte die Tiefe dieser Gräben mindestens 0,8 Meter, auf jeden Fall aber 0,3 Meter unter Frosttiefe betragen. Ihre Breite darf 0,5 Meter nicht unterschreiten. Die Tiefe muss ein Gefälle der Verbindungsleitungen von 1 - 2 Grad vom Verteiler (höchster Punkt im Leitungssystem wegen der dort befindlichen Entlüftungsventile) zu den Sondenanschlüssen zulassen.
Bei steinigem Aushubmaterial werden die Leitungen vor dem Verschluss der Gräben zum Schutz der Anschlussrohre in Sand eingebettet.
Das Sandbett wird im Bereich der Sondenanbindung nicht verdichtet, um den Leitungen genügend Bewegung zu erlauben, wenn sie durch Temperaturschwankungen des Bodens bedingt ihre Länge ändern.
Option oder Eigenleistung
Die meisten Bohrunternehmen und Installateure bieten das Ausschachten der Gräben für die Verbindungsleitungen als optionale Leistung an.
Jedoch kann der Bauherr, wie auch bei den Kernbohrungen durch die Hauswand, vor allem bei kleineren Anlagen eine Menge Geld sparen, wenn er diese Arbeiten in Absprache mit dem Bohrunternehmen in Eigenleistung ausführt.

