Wo die Erdwärme ins Haus kommt
Durch die Kernbohrung darf nur die Sole ins Haus
Oft übernimmt der Bauherr, wenn das entsprechende Werkzeug verfügbar ist, wie schon das Ausheben der Leitungsgräben auch die Durchführung der beiden Kernbohrungen in Eigenleistung.
Durch diese Kernbohrungen in der Hauswand werden der Vor- und der Rücklauf der Sondenanlage in den Haustechnikraum des Gebäudes bis an die beiden Kugelventile geführt. Spätestens hier ist der Übergabepunkt an den beauftragten Heizungsinstallateur, der die Anbindung des Sondensystems an die Wärmepumpe vornimmt.
Auf die Dichtung kommt es an
Für die 40 mm PE-Rohre erfordern die beiden Kernbohrungen einen Durchmesser von je 80 mm, wenn ein Verteiler vorgeschaltet ist, 100 - 200 mm. Wichtig ist, dass die Bohrwände sauber gefräst sind, damit die Spezial-Dichtungen die Öffnungen gegen Druckwasser aus dem Erdreich einwandfrei verschließen können.
Diese Dichtungen arbeiten nach folgendem Prinzip: Zwischen zwei Stahlringen, die durch Gewindebolzen miteinander verbunden sind, befindet sich ein ca. drei cm starker Gummiring, der im Außendurchmesser etwas kleiner als die Kernbohrung und im Innendurchmesser geringfügig größer als die Rohrstärke ist.
Druckwasser und Erdfeuchte müssen auf jeden Fall draußen bleiben
Wenn die Dichtung auf dem Rohr in der Bohrung in Position geschoben ist, werden die die Stahlringe durch gleichmäßiges Anziehen der Gewindebolzen aufeinander zu bewegt. Das bewirkt, dass der Gummiring sich fest sowohl gegen die Bohrwand als auch gegen das PE-Rohr presst und die Öffnung dauerelastisch abdichtet. Zusammen mit der anschließenden Verspachtelung und der Wiederherstellung der Gebäude-Vertikalsperre wird so das Eindringen von Druckwasser und Bodenfeuchte wirkungsvoll verhindert.

