Auf die Geologie kommt es an
Das gleiche Haus in Wuppertal und in Kerpen – unterschiedliche Bohrmeter
Schichtentemperaur 12°C – Neubau – 130 m2 – 6,9 kW Wärmeleistung
Für den Neubau im Bereich der Stadt Wuppertal werden ca. 100 Meter Bohrung zur Beheizung und Gewinnung von Warmwasser benötigt.
Für den Neubau im Bereich der Stadt Kerpen werden ca. 258 Meter Bohrung zur Beheizung und Gewinnung von Warmwasser benötigt.
Die Grafik zu diesem Beispiel zeigt, dass der Boden der Stadt Wuppertal lediglich aus zwei verschiedenen Geologien besteht. Beide geben die Erdwärme unterschiedlich an die Erdwärmesonde weiter. Es ist zu erkennen, dass die Ergiebigkeit einer 100 Meter tiefen Bohrung in der Stadt Wuppertal bei ca. 5.150 Watt liegt, also bei 51,5 W je Bohrmeter. Addiert man zu diesem Wert die elektrische Aufnahme der Wärmepumpe (ca. 25%), resultiert daraus eine Wärmeleistung von 6,9 kW. Das entspricht dem Bedarf eines Neubaus mit ca. 130 m Wohnfläche und Fußbodenheizung.
Weshalb mehr Bohrmeter in Kerpen?
Im Bereich der Stadt Kerpen sieht man, dass die Leitfähigkeit des Bodens deutlich geringer ist. Hierbei spielt der Entzug des Grundwassers durch den Braunkohletagebau eine entscheidende Rolle. Man erkennt, dass die gleiche Bohrtiefe von 100 Metern lediglich eine Ergiebigkeit von 2.000 Watt liefert. Das entspricht 20 Watt je Bohrmeter. Um die vorgenannte Leistung (5,15 kW Kälteleistung, 6,9 kW Wärmeleistung für EFH ca. 130 m , Fußbodenheizung) zu erreichen, müssen somit 258 Bohrmeter (3 Bohrungen à 86 Meter) erstellt werden.

