Die Einzelsonden zu einem Erdwärme-Sondensystem verbinden
Die beiden Vor- und Rückläufe jedes Sondenbündels werden mit Hosenstücken jeweils auf eine Leitung reduziert
In den ausgehobenen Gräben werden jetzt 40 mm starke PE-Leitungen verlegt, um die Einzelsonden zu einem System zu verbinden, das nur mit zwei Leitungen ins Haus geführt wird, dem gemeinsamen Vor- und Rücklauf.
Hierzu werden zunächst die beiden Vorläufe und die beiden Rückläufe einer Doppel-U-Sonde über Hosenstücke zu jeweils einer Leitung vereinigt. Verfügt die Anlage über mehrere Sonden, werden alle Verbindungsleitungen wiederum mit Hosen- oder T-Stücken so verbunden, dass nur noch je eine Vor- und Rücklaufleitung ins Gebäude führt.
Tichelmann-Verfahren für kleine Sondenanlagen
Wichtig ist, dass alle angeschlossenen Sonden gleiche Leitungslängen haben und dass die Länge des gesamten Vorlaufs mit der des gesamten Rücklaufs etwa identisch ist. Dieses Verfahren nennt der Installateur Tichelmann-System.
Die Anschlusskolonne verlegt die Verbindungsleitungen mit einer stetigen Steigung um ein/zwei Grad von den Sondenköpfen zum höchsten Punkt im System, der Entlüftungseinheit, um Luftblasenbildung zu verhindern.
Auf den Schweißer kommt es an
Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Verbindungstechnik der PE-Leitungen. Die Hosen- und T-Stücke werden mittels Elektroschweißmuffen mit den Leitungen verschweißt, damit die Verbindungen hermetisch dicht sind. Es handelt sich dabei um PE-Formteile, in die elektrische Heizmittel integriert sind.
Die Qualität der Verschweißungen hängt natürlich vor allem ab von der Qualifizierung des Schweißers und von der Sorgfalt bei der Durchführung der Schweißarbeiten. Deswegen dürfen diese Schweißarbeiten auf der Baustelle nur qualifizierte Mitarbeiter ausführen, die ein PE-Schweißzertifikat vorweisen können.

